Remarketing in Zahlen
Warum Remarketing so wichtig ist: weil User selten beim ersten Besuch kaufen, sondern vergleichen, recherchieren, warten.
97 %
der Besucher konvertieren nicht sofort
3–5×
höhere CTR als Display-Cold-Traffic
70 %
niedrigerer CPA als Neukunden-Kampagnen
Die 5 Remarketing-Arten bei Google Ads
Art 1
Standard Display Remarketing
Banneranzeigen im Google Display Network für User, die deine Seite besucht haben. Der Klassiker. Günstig, aber ohne Relevanz-Bezug – gleiche Anzeige für alle.
Art 2
Dynamic Remarketing
Die Anzeige zeigt genau das Produkt, das der User angesehen hat. Nur für E-Commerce mit Produktfeed. Bringt 5–10× höhere Conversion-Rates als Standard-Remarketing.
Art 3
RLSA (Remarketing Lists for Search Ads)
Höhere Gebote für User in der Search-Suche, die schon mal auf deiner Seite waren. Ein User, der sucht UND deine Seite kennt, ist 3× wertvoller – dafür zahlst du einen Aufschlag.
Art 4
YouTube Remarketing
Video-Anzeigen für User, die deine Website besucht haben. Emotional stark, ideal für Marken-Erinnerung und Consideration-Phase. Oft unterschätzter Kanal.
Art 5
Customer Match
Upload bestehender Email-Listen (Bestandskunden, Newsletter, Interessenten). Google matcht auf Google-Konten und zeigt Anzeigen an genau diese User – auf Search, YouTube, Gmail, Display.
Bonus
Similar Audiences / Lookalikes
Google generiert eine Audience von Usern, die deinen Bestandskunden ähneln. Seit 2023 in klassischer Form abgekündigt, aber via Audience Signals in PMax und Demand Gen weiterhin nutzbar.
Die Segmentierungs-Strategie, die alle vernachlässigen
Remarketing ist nur so gut wie deine Audience-Segmentierung. Eine Liste für alle ist Geldverschwendung.
Nach Besuchsintensität segmentieren
Ein User, der 10 Sekunden auf der Startseite war, ist anders als einer, der 5 Minuten im Produkt verbracht hat. Segmentiere nach Session-Dauer, Seitentiefe, Scroll-Verhalten.
Nach Funnel-Stufe segmentieren
Startseiten-Besucher ≠ Warenkorb-Abbrecher ≠ Checkout-Abbrecher. Jede Gruppe bekommt andere Anzeigen mit anderem Angebot (Awareness → Produkt → Rabatt/Urgency).
Frequency Caps setzen
Ohne Cap zeigt Google die gleiche Anzeige 50× dem gleichen User – das nervt und verbrennt Budget. Max. 3–5 Impressionen pro User pro Tag, 20–30 pro Woche. Für B2B eher niedriger.
Cookie-Laufzeit nach Sales-Zyklus
Im E-Commerce reichen 30–60 Tage. Im B2B-Enterprise mit 9-Monats-Zyklen brauchst du bis zu 540 Tage. Standard-Einstellung (30 Tage) ist für die meisten falsch.
Häufige Fragen zu Remarketing
Technisch dasselbe, sprachlich unterschiedlich. „Remarketing" ist die Bezeichnung im Google-Universum, „Retargeting" wird außerhalb von Google verwendet (Meta, TikTok, programmatic). In der Praxis meinen beide: User zurückgewinnen, die deine Seite schon kannten.
Für Display Remarketing: mindestens 100 Nutzer in den letzten 30 Tagen. Für RLSA auf Search: 1.000 Nutzer. Unter diesen Schwellen spielt Google die Kampagnen nicht aus. Bei kleinen Websites daher erst Traffic aufbauen, dann Remarketing starten.
Ja, mit korrektem Consent-Management. Voraussetzung: Der Nutzer hat Marketing-Cookies aktiv zugestimmt (Opt-in, nicht Opt-out). Google bietet den Consent Mode v2, der die Kampagnen auch ohne Consent weiterlaufen lässt (auf modellierten Daten). Saubere Tracking-Implementierung ist Pflicht.
Display-Remarketing-CPCs liegen meist bei 0,20–0,80 € – deutlich günstiger als Search (1–15 €). Die Conversion-Rates sind aber 3–5× höher als bei kaltem Display-Traffic. Der CPA ist oft 60–70 % niedriger als bei Neukunden-Akquise. Remarketing ist damit einer der profitabelsten Kanäle im Google-Universum.
Drei Regeln: Frequency Caps setzen (max. 3–5 Impressionen/Tag), Cookie-Laufzeit sinnvoll begrenzen (30–90 Tage für E-Commerce, nicht 540), und Creative-Rotation etablieren (nicht wochenlang dasselbe Motiv). Wer nervt, wird weggeklickt oder gemeldet – und kostet trotzdem Budget.
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